Ja sagen zu einem Leben im Glauben

In der Leonardikirche feiern fünf junge Christen Konfirmation - Ins Netz der Gemeinde einklinken
Fünf junge Menschen zogen, begleitet von Pfarrerin Gertrud Göpfert und Vertretern aus den beiden Kirchenvorständen, zu Glockengeläut und den Klängen einer Posaunenintrade ins festlich geschmückte, voll besetzte Gotteshaus ein. 
Magdalena Häupler (Krummennaab), Katrin Schürlein (Reisermühle), Ramona Otte (Friedenfels), Michael Schlötzer (Gleichhof) und Marco Zimmermann (Reuth) waren nach fast einem Jahr der Vorbereitung bereit, ihr eigenes Ja zu einem Leben im Glauben zu sagen. 
Sie bestätigten damit, wofür Paten und Eltern und Gemeinde bisher eingestanden sind: "Dass hier eine Beziehung des Vertrauens wächst, dass der Glaube Halt und Gewissheit zu geben vermag." Die Pfarrerin verstärkte noch einmal die Glaubensgewissheit, "dass der Vater im Himmel niemanden von seinen Menschenkindern hier auf Erden allein lässt, auf ihn Verlass ist, in Jesus Christus gegenwärtig, anschaulich und greifbar." 
Sie wünschte den jungen Menschen, dass die Teilhabe am Mahl der Gemeinschaft jetzt nicht nur eine Kostprobe bleibe, sondern sie Geschmack daran finden mögen, trotz aller Schwierigkeiten an einem Tisch zusammenzukommen. 
"Am Tisch des Herrn, mit Christus in der Mitte, da bedarf es nicht des Fingerzeigs auf den anderen, da darf jeder für sich selbst den Blick in den Spiegel wagen, darf sich daran freuen, dass es da immer noch jemanden gibt, der sein unerschütterliches Ja zum Leben sagt." 
Verantwortung übernehmen
Mit der Konfirmation übernehmen Jugendliche auch Verantwortung für ihr eigenes Leben. Beziehungen werden geknüpft und auf ihre Tragfähigkeit geprüft - über allem aber steht das unerschütterliche Vertrauen, dass dieser Vater im Himmel auf dieses Leben ansprechbar ist. "Dieser Gott will der Gott sein, der sich mit unserem Leben verbindet, gerade da, wo wir es vielleicht manchmal am wenigsten erwarten, aber am nötigsten brauchen." Nach dem gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis sowie der Konfirmationsfrage, an der Gemeinschaft im christlichen Glauben teilhaben zu wollen, wurden die jungen Menschen eingesegnet. Anschaulich und eindringlich forderte Christine Zahn vom Kirchenvorstand die Jugendlichen auf, sich wie ein Karabinerhaken einzuklinken ins Netz der Gemeinde, ihren Platz zu suchen. Die besondere Bedeutung der Konfirmation liegt auch in Krummennaab in der erstmaligen Teilnahme am Heiligen Abendmahl, begleitet von Eltern und Paten und der gesamten Gemeinde.

Quelle: Der Neue Tag, 28. März 2013

Aktiv und präsent sein

Evangelische Landjugend ordnet sich neu - Umbenennung in ELJ Wildenreuth-Krummennaab
Wildenreuth/Krummennaab. (lek) Immer freitags um 20 Uhr trifft sich die neustrukturierte Gruppe der Evangelischen Landjugend (ELJ) Wildenreuth-Krummennaab. Zum Jahreswechsel haben nun die beiden Landjugendgruppen Wildenreuth und Krummennaab die Neustrukturierung besiegelt.
Die bisherige ELJ Krummennaab war sich nach langen Diskussionen einig, dass der Verein aufgrund schwindender Mitgliederzahlen aufgelöst werden soll. Da seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit mit der ELJ Wildenreuth bestand, wurde die neue Ortsgruppe in ELJ Wildenreuth-Krummennaab umbenannt. 
Der bisherige Vorstand freute sich in seinem Bericht über die Aktivitäten der vergangenen zwei Jahre über das durchgehend positive Feedback der Kirchengemeinden nach dem Kirchenkaffee am Erntedankfest bzw. dem Jugendgottesdienst zum Jahresmotto der Aktion "Brot für die Welt" "Land zum Leben, Grund zur Hoffnung" in der Krummennaaber Leonardikirche. Die Jugendlichen werteten die hervorragende Resonanz als Bestätigung für die örtliche christliche Jugendarbeit. 
In der Mitgliederversammlung im Jugendheim in Wildenreuth wählten die ELJler den Vorstand für die Ortsgruppe ELJ Wildenreuth-Krummennaab. Als Vorsitzende wurden Hans-Christian Höllerer und Anna Grünbauer gewählt. Als ihre Stellvertreter werden Simon Strobel und Andrea Knodt fungieren. 
Kassiererin ist nun Ines Götz und Schriftführer Tobias Schröml. Als Beisitzerinnen wählten die Stimmberechtigten Julia Frieser und Michaela Frank und zu Kassenprüfern Matthias Frank und Martin Frank. Die Jugendlichen treffen sich jeden Freitag um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Krummennaab im eigenen, selbst gestalteten Jugendraum. Sie wollen in beiden Gemeinden aktiv und präsent sein. 15- bis 30-Jährige, die sich angesprochen fühlen, sind willkommen. Ansprechpartner sind Anna Grünbauer und Hans-Christian Höllerer. 
Das Programm gestaltet sich nach den Wünschen der Gruppe, was Spaß und Freude macht, möglich sind auch Jugendgottesdienste und Kirchencafé, Weltgebetstag und Baumpflanzen, Grillen und Radtouren, DVD-Abende und Diskussionen.

Quelle: Der Neue Tag, 17. Januar 2013

Von neuem in Gott festmachen

Evangelische Gläubige erneuern Konfirmationsversprechen - Von weit her zum Jubiläum angereist
Ein Fest des Wiedersehens feierten die Jubelkonfirmanden verschiedener Jahrgänge aus den Kirchengemeinden Thumsenreuth mit Friedenfels und Krummennaab. Mit gespannter neugieriger Freude begrüßten sich die Teilnehmer nach langen Jahren zum ersten Mal wieder. 
Schnell konnte man anknüpfen an das Ereignis vor rund 25 (Martina Nordgauer, geb. Maderer, Marion Zenger, geb. Dotzel, und Rainer Häupl) oder 50 Jahren (Helmut Bauer, Hartmut Andretzky, Ernst Grünbauer, Helmut Matzke, Herma Gebauer, geb. Härtl, Gertraud Schöllhammer, geb. Schier, Christiane Schraml, geb. Bader). 
Stark vertreten waren auch die Konfirmandenjahrgänge 1951/1952 mit Rosemarie Lehner, geb. Riebel, Albert Lehner, Hildegard Schieder, geb. Kraus, Karl Purucker, Betty Meyer und Elisabeth Schürlein, geb. Schieder. Charlotte Papanagnou (geb. Aust) war aus Griechenland gekommen und Gerda Hansel scheute den Weg aus Karlsruhe nicht, sowie Rosemarie Hansen den von der Nordseeküste. 
Ernst Horn aus Friedenfels und Johann Prölß aus Steinbühl konnten auf 65 bzw. 70 Jahre seit ihrer Konfirmation zurückblicken. 
Dank für Gnade
Begleitet von einer Posaunenintrade zogen die Jubelkonfirmanden in das festlich geschmückte Gotteshaus, bereit, ihren Glauben erneut festzumachen in Gott mit Lob und Dank für erfahrene Gnade und Fürbitte. 
In seiner Predigt zum Text aus dem Jakobusbrief ermunterte Pfarrer Klaus Göpfert die Jubilare, ihre ganz unterschiedlich verlaufenen Lebenswege, die lichten Seiten aber auch "alles bruchstückhafte und fragmentarische, alles was uns bewegt und beschäftigt, vor Gott zu bringen und wir uns von neuem in Gott festmachen können." 
Mit dem Blick auf die eigene Vergänglichkeit mit Versagen und Scheitern, Krankheit und Schwachheit soll an diesem Festtag des Wiedersehens aber dankbar auf Schönes und Gelungenes in den verschiedenen Lebensläufen zurückgeschaut werden. "Wo Menschen durch gemeinsame Wurzeln oder eine gemeinsame Geschichte untereinander verbunden sind, da wird es bei einem Wiedersehen immer wieder neu zu ganz unverwechselbaren Begegnungen kommen." 
Die heutige Erinnerung des Konfirmationsversprechens soll den Blick öffnen dafür, dass "auch Heilung dort geschehen kann, wo innerlich Wunden ausheilen und Menschen sich einverstanden erklären können mit den Wegen, auf denen sie von Gott geführt worden sind, und so kann auch Heil dort erfahren werden, wo Menschen zu ihren Stärken und Begabungen, genauso aber auch zu ihren Grenzen, Fehlern und Schwächen stehen können". 
Mit dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis und der Segnung der Jubelkonfirmanden am Altar gedachte die Gemeinde ihrer Konfirmation: Im großen Kreis um den Altar feierten die Jubilare zusammen mit der Gemeinde das Heilige Abendmahl. 
Ein gemeinsames Mittagessen im Gasthof Lehner schloss den offiziellen Teil eines fröhlichen Wiedersehens ab. 
Quelle: Der Neue Tag, 10. Oktober 2012

Ich war fremd

Frauen feiern Weltgebetstag in Krummennaab
Zum Weltgebetstag der Frauen lud diesmal der Pfarrgemeinderat Krummennaab die Frauen aller Konfessionen in die katholische Kirche ein. "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen", so lautete das Motto heuer. Die Gebetsordnung hatten Frauen aus Frankreich zusammengestellt. 
Nach dem feierlichen Einzug der Mitwirkenden zu französischer Musik begrüßte Hauptorganisatorin Anna Rahn mit einem "Bonjour, Bonjour, Bonjour" alle Kirchenbesucher. Die Weltgebetstagskerze wurde entzündet. 
Eine Musikgruppe aus den eigenen Reihen spielte die vielen schönen Lieder aus der Gebetsordnung und die Gottesdienstbesucher stimmten mit ein. Fürbitten und ein Tanz rundeten den gelungenen Gottesdienst ab. Pater James, der auch anwesend war, spendete allen den Schlusssegen. 
Anna Rahn dankte allen Mitwirkenden und lud ins Pfarrheim ein, wo schon die Tische reichlich mit Köstlichkeiten aus Frankreich gedeckt waren, die sich dann auch alle schmecken ließen. 
Das Angebot des "Eine-Welt-Ladens" ließ auch so manchen Kauf zu, so dass sich der eine oder andere auch mal eine neue Tasche oder diverse andere Sachen aus dem fairen Handel leistete. 
Ein Bildvortag, vorgestellt und gelesen von Karin Krenkel, ließ so manchen Blick in die französische Landschaft und ins Leben der Franzosen zu. Es war ein rundum gelungener Abend. 
Quelle: Der Neue Tag, 5. März 2013

Alles ist der Zeit unterworfen

Gottesdienst der Kirchengemeinde Waldershof/Neusorg/Brand an der Burgruine Weißenstein
Waldershof/Weißenstein. (lpp) "Ein feste Burg ist unser Gott" - diese Worte Martin Luthers, angelehnt an den 46. Psalm, waren Inhalt und Ortsbeschreibung zugleich beim Gottesdienst im Grünen auf der Burgruine Weißenstein im Steinwald. Vor den Mauern der fast tausend Jahre alten und von der Sonne angestrahlten Ruine hatte die Kirchengemeinde Waldershof/Neusorg/Brand zum Gottesdienst eingeladen.
Der Posaunenchor Thumsenreuth unter der Leitung von Werner Klüher übernahm die musikalische Gestaltung zusammen mit dem evangelischen Kirchenchor aus Waldershof, den Carol Bischoff dirigierte. In seiner Predigt ging Pfarrer Andreas Kraft auf die Sicherheit ein, die eine Burg bietet. Die Ruine Weißenstein aber habe ihre stärksten Zeiten bereits seit etwa 500 Jahren hinter sich und zeige dadurch auch , wie vergänglich alles sei. 
Nichts besteht ewig
"Alles ist der Zeit unterworfen und besteht nicht ewig", so Andreas Kraft, "aber Gott steht dem gegenüber, bietet Schutz und Halt. Er ist der Vergänglichkeit nicht unterworfen." Der Pfarrer verglich das Leben mit einer Baustelle: Wie auch eine Burg beim Bau ihrer Vollendung entgegenhofft, so tue das ebenfalls der Mensch. Der Vergänglichkeit sei auch die Natur unterworfen, im Werden und Vergehen im Lauf der Jahreszeiten. 
Beim Gottesdienst im Grünen, den viele Mitfeiernde besuchten, wurden die neuen Konfirmanden für Neusorg und Waldershof vorgestellt. Diese waren auch für das Läuten zum Gottesdienst zuständig, denn die Mitarbeiter des Waldershofer Bauhofes hatten die Bauwagenkirche an den Fuß der Burgruine geschafft. 
Fröhliche Lieder wie "Laudato si" und "Die Sonn' hoch an dem Himmel steht" unterstrichen den Gottesdienst in der freien Natur. Zusammen mit Pfarrer Andreas Kraft aus Waldershof war auch Pfarrer Klaus Göpfert aus Thumsenreuth zum Gottesdienst an der Burgruine gekommen. 
Pendelbus im Einsatz
Als Zubringer zur Burgruine war vom Wanderparkplatz in Hohenhard ein Pendelbus eingesetzt, der die Gottesdienstbesucher chauffierte. Viele jedoch wanderten an diesem sonnigen Morgen den Weg zur Ruine zu Fuß oder kamen mit dem Fahrrad.
Die Gesellschaft Steinwaldia mit ihrem Vorsitzenden Norbert Reger, welche die Burgruine ab dem Jahr 1996 in mehreren Bauphasen vor dem gänzlichen Verfall rettete, kümmerte sich um die Verpflegung der Gäste. Die Mitglieder sorgten für die "Infrastruktur" zum Gottesdienst und stellten Sonnenschirme auf.

Quelle: Der Neue Tag, 11. Juli 2012