Wasserströme in der Wüste

Ägypten im Mittelpunkt der Weltgebetstagsfeier - Hoffnung soll sich Bahn brechen
Krummennaab. (lek) Mit viel Liebe und Engagement gestalteten die Frauen des ökumenischen Vorbereitungsteams aus katholischen und evangelischen Kirchengemeinden am Rand des Steinwalds den Weltgebetstagsgottesdienst.
Stellt diese Feierstunde doch eine markante Wegmarke in der ökumenischen Zusammenarbeit der beiden Kirchen dar. Ägypten, ein Land im politischen Umbruch, ein Land auf der Suche nach gerechten, demokratischen Strukturen, ein Land mit drängenden sozialen Problemen und religiösen Zerreißproben stellte sich in der von Ägypterinnen verfassten Gebetsordnung vor, zum dritten Mal nach 1959 und 1975. 
Aufbruch und Bewegung
Die Wasserströme in der Wüste als Sinnbild für Aufbruch und Bewegung - so nimmt auch die Gebetsordnung der Ägypterinnen beim Weltgebetstag 2014 mit hinein in ihre brisante Aktualität. Dem örtlichen Team um Karin Schön und Doris Häupl gelang es, Aufbruch und Bewegung, die Hauptanliegen der Ägypterinnen in der gesamten Gebetsordnung, in den Bibeltexten und in den Berichten anschaulich darzustellen. Auch die Krummennaaber Weltgebetstag-Gemeinde spürte die Symbolkraft des Wassers, die sie an der Hand nehmen sollte, um an den Brunnen zu gehen und um zu erfahren, wie lebendiges Wasser der Bibel auch unser Leben verändern kann. 
Die Krummennaaberinnen nahmen die Situation der ägyptischen Weltgebetstag-Frauen in den Blick, das Verhältnis der Christinnen zu Musliminnen, ihre Hoffnung auf Frieden, Brot und Freiheit, Würde und soziale Gerechtigkeit in ihrem faszinierend schönen Land, eine Hoffnung, die sich Bahn brechen soll wie "Wasserströme in der Wüste". So wie sich der Staudamm öffnet, fordern die Ägypterinnen auf, auch uns zu öffnen für Wandlung, und das Wasser der Vergebung kann fließen. Die evangelische Landjugend ließ die Gemeinde im Rollenspiel eintauchen in die Geschichte der samaritanischen Frau am Brunnen: "Wir können mit Jesus selbst in Berührung kommen. Im Wort will uns Jesus Quelle sein und uns das lebendige Wasser geben." 
Verschiedene Teilnehmerinnen des Teams stellten die Lebenswirklichkeit der Ägypterinnen vor, ihre Sehnsüchte und deren Erfüllung beim Schöpfen des Wassers des Lebens am symbolischen Brunnen. Und immer wieder werden auch die Stimmen den Ägypterinnen aus der Gebetsordnung laut: Eine ägyptische Frau erzählt, wie Gottes Wort fruchtbar gemacht wird, dort auf dem Tacchirplatz, dort erfahren sie die Revolution als Wandel und Bewegung. Sie fühlt sich beteiligt an der Weitergabe von Lebendigkeit in ihren Gemeinschaften. Das Wort, das uns alle bewegt, das Leben zu meistern und die Zeichen der Zeit zu erkennen und sie zu deuten. 
Die Lieder der Gebetsordnung vertieften einmal mehr den Zusammenhang biblischer Botschaft mit der Lebenswirklichkeit der ägyptischen Verfasserinnen. Eine Gruppe von Frauen und Mädchen aus dem Team lenkte mit ihrem Brunnentanz den Blick auf die Tanzkultur Ägyptens. Fast alle Teilnehmer des Gottesdienstes zogen anschließend ins Gemeindehaus, wo auf festlich geschmückten Tischen Kostproben aus der ägyptischen Küche warteten, zubereitet von den Mitarbeiterinnen des Teams. Es gab ferner nordafrikanischen Tee, weitere Informationen zu Land und Leuten Ägyptens und nicht zuletzt einen gut bestückten Stand mit Produkten aus der "Einen Welt". 
Leben verbessern
Mit ihrer üppigen Kollekte machte die Gemeinde bewusst, dass der Gebetstag dazu beiträgt, das Leben von Frauen und Mädchen weltweit zu verbessern. Zudem zeigte die Sammlung auch: So wie wir miteinander beten, teilen wir auch unsere materiellen Güter miteinander. 
Quelle: Der Neue Tag, 10. März 2014

Jung, fröhlich und lebendig

Flötenchöre feierten 20-jähriges Bestehen mit Gottesdienst und Empfang - "Eine erfüllte Zeit"
Krummennaab/Thumsenreuth. (lek) Flötenmusik auf sehr hohem Niveau, abgerundet und unterstützt von den Streichern Stefanie Heinrich (Violine) und Hermann Heinrich (Kontrabass), ertönte zum 20. Jubiläum der evangelisch-lutherischen Flötenchöre der Kirchengemeinde Thumsenreuth-Krummennaab mit Friedenfels.
Zum 20. Geburtstag erschienen die Flötenchöre im Prachtgewand. Jung, fröhlich und lebendig präsentierten sich die 30 Musiker im Chor der Leonardikirche Krummennaab mit ihrer Dirigentin und Ausbilderin Christine Höllerer. 
Vertraute Melodien
Ein besonderer Gottesdienst sollte es sein. Außerdem ein Dank an alle Beteiligten, Unterstützer und Förderer und vor allem ein fröhliches Fest für eine gewachsene, harmonische Gemeinschaft in der Gemeinde. Vertraute Melodien und Choräle im mehrchörigen Wechselspiel entfalteten ihre Klangschönheit. 
Temperamentvolle Vor- und Nachspiele unterstützten den Gemeindegesang. In der Symphonie "Musicali zu acht Stimmen" von Ludovico Viadana wuchs das Ensemble über sich hinaus. 
In seiner Festpredigt zum Jubiläum würdigte Pfarrer Klaus Göpfert die "erfüllte Zeit und die schönen Augenblicke, die Vergangenes aufblühen lassen, Mut für die Zukunft geben und für Orientierung und Wegweisung sorgen." Der Pfarrer erinnerte daran, dass Festtage Halt und Sicherheit gäben. Sie seien strahlende, helle Farbtupfer im Leben der Gemeinde und in ihrer Sehnsucht nach erfüllter Gemeinschaft. In seinem Grußwort beglückwünschte Bürgermeister Uli Roth die Musiker mit dem Lutherzitat "Wer singt oder musiziert, betet doppelt". Über die Einladung war Roth sehr erfreut. "Es ist etwas Besonderes, an dem Geburtstag eines Kleinods der Gemeinde, des i-Tüpfelchens der Kirchenmusik dabei sein zu können", sagte der Bürgermeister. 
Seiner Meinung nach musiziere das Ensemble zu sehr im Verborgenen. Er lud alle Mitwirkenden dazu ein, sich beim anschließenden Empfang ins Goldene Buch der Gemeinde Krummennaab einzutragen. 
Kirchenmusikdirektorin Luise Limpert aus Bad Windsheim freute sich besonders über die Einladung. Der Grund dafür liege in ihrer Vergangenheit. In ihrer Zeit als Bezirkskantorin in Marktredwitz trug sie einen großen Teil dazu bei, dass die Krummennaaber Flötengruppe sich entwickeln und gelingen konnte. 
"Ich denke noch gerne an die gemeinsame Zeit mit den Krummennaaber Flöten, die mit viel Interesse Neues aufgesaugt haben", blickte die Kirchenmusikdirektorin zurück. Vor allem den Zusammenhalt und den guten Geist für die Gemeinschaft lobte sie. 
Junge Menschen begeistern
Christine Höllerer dankte allen Beteiligten dafür, dass sich der Chor weiterentwickeln konnte und auch immer wieder junge Menschen begeistern könne. "Weil die Gruppe sich nur einmal monatlich trifft, sind mehr Auftritte kaum zu stemmen", verriet Höllerer.
Für eine Überraschung sorgte die Mesnerin aus Friedenfels, Erika Stock. Sie lud den Jubelchor zu Gottesdiensten nach Friedenfels ein. Beim anschließenden Empfang im festlich geschmückten Gemeindehaus war Zeit, sich ins Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. Eine Präsentation mit vielen Bildern und Zeitungsausschnitten gab abschließend einen kleinen Einblick in die Arbeit und die Höhepunkte der vergangenen 20 Jahre des Flötenkreises. 
Quelle: Der Neue Tag, 14. Februar 2014

"Felsenfest" an der Ruine

Zu Füßen der fast 1000 Jahre alten Burgruine Weißenstein im Steinwald fand einer der zwölf Gipfel-Gottesdienste der evangelischen Kirche statt. Herrlich strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten den Sommergottesdienst im Freien, den Pfarrer Andreas Kraft aus Waldershof feierte. 
Die musikalische Gestaltung übernahmen die Posaunenchöre aus Thumsenreuth und Mitterteich mit Gästen, dirigiert von Werner Klüher, sowie der evangelische Kirchenchor aus Waldershof unter der Leitung von Carol Bischoff. "Felsenfest" lautete das Thema, das sich durch Lesung und Predigt und die Liedtexte zog wie ein roter Faden. 
Damit viele Besucher, vor allem auch die Älteren, am Gottesdienst teilnehmen konnten, war ein Fahrdienst ab dem Wanderparkplatz Hohenhard organisiert worden. 
Mit dem Citybus von Waldershof und dem VG-Bus aus Neusorg sowie dem Feuerwehrbus der Brandschützer aus Pilgramsreuth-Langentheilen wurden die zahlreichen Besucher in den Steinwald und wieder zu ihren Autos gefahren. Schnell waren alle bereitgestellten Bänke belegt. Viele der Besucher nahmen auf der Holzzugangsbrücke zur Burg und direkt auf dem Burggraben Platz, um am Gottesdienst teilzunehmen. Pfarrer Kraft dankte allen, die zum Gelingen des Gottesdienstes vor der imposanten Kulisse der Burgruine beigetragen hatten.

Quelle: Der Neue Tag, 16. Juli 2013

Auch für Weihwasserkessel

Raiffeisenbank spendet Vereinen und Kirche 2000 Euro
Die Raiffeisenbank überreichte auch dieses Jahr Spendenschecks aus dem Gewinnsparen. Insgesamt verteilte Geschäftsstellenleiter Harald Birk 2000 Euro. Die evangelische Kirche erhielt zum 75. Jubiläum des Posaunenchores Thumsenreuth-Krummennaab 250 Euro für den Kauf eines Instrumentes. Die katholische Kirche benötigt einen neuen Weihwasserkessel, dafür gab es ebenfalls 250 Euro. 
Der Schützenverein 1898 Thumsenreuth bedankte sich für 500 Euro, die für die Anschaffung von Schießbekleidung für den Nachwuchs. Der TSV erhielt ebenfalls 500 Euro, um für die erste Mannschaft Trainingsjacken für den Winter zu kaufen. Der Ski- und Tennisclub bekam einen Zuschuss zum Hallentraining von 250 Euro. Bereits im März unterstütze die Raiffeisenbank die Aktion Lesezeichen der Grundschule Krummennaab mit weiteren 250 Euro. 
Birk zollte den anwesenden Vertretern höchste Anerkennung für ihre ehrenamtliche Arbeit. Bürgermeister Uli Roth betonte, dass durch die Arbeit in Kirche und Verein nicht nur der Einzelne, sondern auch die Gemeinschaft profitiere. Die Gemeinde unterstütze ebenfalls die verschiedenen Institutionen. Abschließend lud Birk zu Glühwein und Plätzchen ein.

Quelle: Der Neue Tag, 21. Dezember 2013

Pappenheimer Freunde zu Gast

ELJ-Ortsgruppe Wildenreuth-Krummennaab bekommt Besuch - Herzliches Miteinander
Die Ortsgruppe Wildenreuth-Krummennaab der Evangelischen Landjugend begrüßte rund 40 Personen des Pappenheimer Freundeskreises im evangelischen Gemeindehaus Krummennaab. Groß sei die Freude der jungen Leute über diesen Besuch, sagte der Vorsitzende der Landjugendgruppe Wildenreuth-Krummennaab, Hans-Christian Höllerer. 
Rund 15 Mitglieder der Gruppe luden die Besucher zu Kaffee und Kuchen- und Tortenbuffet ein. Die Kaffeetafeln waren an diesem trüben Tag sommerlich einladend geschmückt und die Jugendlichen waren sichtlich bemüht, den Nachmittag in warmer, herzlicher Atmosphäre zu gestalten. 
Höllerer stellte die neuformierte Ortsgruppe Wildenreuth-Krummennaab und ihre Arbeit den Mitgliedern des Pappenheimer Freundeskreises der Evangelischen Landjugend in Bayern vor. Selbstverständlich wollten die Besucher auch den gemütlichen Jugendraum im Untergeschoss besichtigen. 
Der Pappenheimer Freundeskreis hatte zum alljährlichen Sommertreffen eingeladen und neben der örtlichen Landjugendgruppe auch das Evangelische Bildungs- und Tagungszentrum Alexandersbad besucht. Gerhard Schleier, der Landjugendpfarrer der evangelisch-lutherischen Landeskirche und Leiter der Landvolkshochschule in Pappenheim, sowie Alfred Ostertag, der Vorsitzende des Freundeskreises Pappenheim, richteten Grußworte an die Jugendlichen. Ostertag erzählte von der Arbeit des Freundeskreises. 
Dort haben sich ehemalige Mitglieder und Verantwortliche der Evangelischen Landjugend und der Landvolkshochschule Pappenheim sowie Gruppen, Personen und Einrichtungen zusammengeschlossen, die in besonderer Weise mit der Evangelischen Landjugend und der Landvolkshochschule zusammenarbeiten. Stellvertretende Vorsitzende ist Gerlinde Bach. Der Freundeskreis unterstützt ideell und finanziell die Arbeit, befasst sich mit aktuellen Themen und ihrer theologischen, kirchlichen und politischen Bewältigung. In besonderer Weise nimmt er sich der Anliegen des Landes und der Kirche im ländlichen Raum an, veranstaltet Treffen, Tagungen und Studienreisen. Ostertag warb für die Mitgliedschaft im Freundeskreis. 
Quelle: Der Neue Tag, 3. Juni 2013