Klüher bringt Ensemble zum Glühen

Posaunenchor feiert 75. Jubiläum - "Alter" Chor mit jungen Musikanten
Thumsenreuth/Krummennaab. (lek) Die Bläser riefen zum Konzert und alle kamen. Das 75. Jubiläum des Posaunenchors geriet zu einem Miteinander unterschiedlicher Protagonisten. Obwohl der Jubilar mit seinem Leiter Werner Klüher im Mittelpunkt stand, verstanden es die teilnehmenden Chöre in würdiger und beeindruckender Weise zu gratulieren.
Die Chöre der evangelischen Gemeinden Thumsenreuth-Krummennaab durften sich zu diesem Jubiläumskonzert gegenseitig beglückwünschen. Der Posaunenchor feierte 75-jähriges Bestehen und eine beeindruckende Anzahl Musizierender - Posaunenchor, Flötenchor, Projektkirchenchor und Orgel - stimmten in das große Lob zur Ehre Gottes jeweils mit ein. Besonders freuten sich die Besucher auch über das Mitwirken der "Quersinger" der katholischen Schwesterpfarrei. Pfarrer Klaus Göpfert begrüßte alle Beteiligten und Besucher mit Worten aus dem 100. Psalm: Jauchzet dem Herrn alle Welt . . .". Gott zu loben, sei der Auftrag des Posaunenchors, der sich jung, frisch und dynamisch im Chorraum der Thumsenreuther Ägidienkirche mit seinem Leiter Werner Klüher präsentierte. 
Klare Intonation
Mit der Auswahl der verschiedenen Chormusiken gaben die Chöre einen überraschenden, breitgefächerten Einblick in ihr Repertoire alter und moderner Rhythmen, geistlicher und weltlicher Literatur. Der Projektchor der evangelischen Gemeinden Thumsenreuth-Krummennaab, Erbendorf und Windischeschenbach unter der Leitung von Helga Rose begeisterte mit klarer Intonation. 
Besonders reizvoll gestalteten sich die doppelchörigen Darbietungen von Posaunenchor einerseits und Flötenchor unter der Leitung von Christine Höllerer andererseits. Harmonisch und mächtig erklangen die doppelchörigen Choralvariationen zu "Lobe den Herren, den mächtigen König . . ." und "Herr Gott, dich loben alle wir . . .". Hanna Göpfert gelang es, mit ihrer temperamentvollen Orgel-Darbietung das Publikum mitzunehmen. Die "Quersinger" mit ihrer neuen, modernen geistlichen Chormusik, rhythmisch begleitet vom Keyboard, setzten einen besonderen Akzent. 
Vor allem aber gab der Jubel-Posaunenchor einen großartigen Einblick in eine beachtliche Bandbreite seines in regelmäßigen wöchentlichen Chorproben, oft mühsam erarbeiteten Könnens. Dass dies viel Disziplin und Beharrlichkeit aller Beteiligten erfordert, wurde mehrfach gewürdigt. So brillierte der Chor mit konzertanter Bläsermusik, die den Bogen von einer frischen Willkommensmusik über einen beschwingten, fröhlichen Tanz und Bläserspielstücken hin zu getragenen, festlichen Choralvariationen spannte. 
Geduldige Ausbildung
Für den Chor dankte Otto Zahn dem Leiter, Werner Klüher, der nunmehr seit zehn Jahren den Chor prägt, neue Impulse setzte und durch seine beharrliche, geduldige Ausbildungsarbeit den Chor stark verjüngt hat. Auch sei es ihm gelungen, ein Wohlfühlklima im Chor zu schaffen, das ein harmonisches Miteinander gewährleiste. Als Ausdruck des Dankes seitens des Chores überreichte er eine Überraschung an Werner Klüher.

Quelle: Der Neue Tag, 21. Mai 2014

Bläsernachwuchs aus vier Landkreisen stimmt sich auf Neujahrskonzert in Krummennaab ein

Mit großer Begeisterung nahmen 77 zumeist jugendliche Bläser aus den Landkreisen Neustadt/Waldnaab, Tirschenreuth Amberg-Sulzbach und Bayreuth an der viertägigen Rüstzeit auf Burg Wernfels bei Gunzenhausen teil. Unter Leitung von Bezirksposaunenchorleiter Heiner Müller aus Thansüß übten sie neue Stücke quer durch die Epochen von Klassik bis Ragtime ein. Obmann Pfarrer Martin Schlenk gestaltete die Bibelarbeiten und Andachten. Schwimmbadbesuch und bunter Abend rundeten das Programm ab. Gerne zeigen die Bläser ihr Können beim Neujahrskonzert am Samstag, 11. Januar, um 19.30 Uhr in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Krummennaab. Dabei treten zudem die "Quersinger Krummennaab" auf. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen.

Quelle: Der Neue Tag, 8. Januar 2014

18 Konfirmanden wählen Gott als ihren Begleiter

Mit einem gemeinsam vorbereiteten Gottesdienst stellten sich die 18 Konfirmanden in einer voll besetzten Kirche vor. Pfarrerin Göpfert erinnerte an die Vorbereitungszeit im Konfirmandenunterricht. Die Konfirmation sei immer auch ein persönliches Ja zum Glauben und zum eigenverantwortlichen Leben in der Gemeinde. 
Gemeinsam trugen Jugendlichen den 23. Psalm vor. Im Eingangsgebet dankten sie Gott für das Geschenk ihres Lebens und auch dafür, dass sie nun selbst entscheiden dürften. Die Geschichte des Elia in der Wüste übertrugen sie in einem kurzen Anspiel in die Gegenwart. Hier wurde klar, dass auch heute Engel uns zur Seite stehen in den Nöten des Alltags. 
Mit der Geschichte von Jesus mit der Samaritanerin am Brunnen stellten sich die jungen Menschen den Fragen, die sie als Konfirmanden an Jesus haben: Es ging dabei um Glauben und Beten, um Hilfe bitten, auf Gott vertrauen. Wo ist mir Gott begegnet? Pfarrerin Gertrud Göpfert versicherte: "Gott führt uns - mit Gott dürfen wir durchs Leben gehen. Dazu bedarf es eines Begleiters." Den selbstgewählten Begleiter, den Konfirmationsspruch, konnten alle Konfirmanden vorstellen und auch begründen, warum sie sich gerade dafür entschieden hätten. 
In Gemeindepraktika machten sich die Mädchen und Jungs auch ein Bild vom aktiven Leben in ihrer Gemeinde. Einige lernten bei Mesnern deren Dienste kennen, andere arbeiteten in den Kindergärten mit oder bekamen Einblick in den oft sehr anstrengenden Dienst in den Seniorenheimen. 
Konfirmiert werden am Palmsonntag, 13. April, in der Leonardikirche in Krummennaab: Florian Käß, Thomas Ruf (beide Reuth), Matthias Knodt (Krummennaab), Andreas Purucker (Burggrub) und Lea Thurm (Bärnhöhe). Am Weißen Sonntag, 27. April, werden in der Martin-Luther-Kirche in Erbendorf konfirmiert: Stefan Häupler (Thann), Cheyenne Reimann (Kemnath), Simon Krauß, Alexander Nikol, Michael Schraml, Johannes Stahl, Lukas Steiner und Fabian Swiderski (alle Erbendorf). Am Sonntag, Jubilate, 11. Mai werden in der Windischeschenbacher Christuskirche konfirmiert: Gabriel Jungermann, Susanne Merther, Erik Pirker, Felix Schinner (alle Windischeschenbach) und Heike Schwabe (Wurz). 
Quelle: Der Neue Tag, 28. März 2014

Auch schräge Töne gefallen

Klanggewaltiges Konzert des evangelischen Bezirksposaunenchores - Spontanes Jazzensemble
Krummennaab. (den) Eine eindrucksvolle Kulisse waren die knapp 80 Bläser jeden Alters im Altarraum der Krummennaaber Mariä-Himmelfahrt-Kirche. Der evangelische Bezirksposaunenchor des Dekanats Weiden hatte zum Neujahrskonzert eingeladen. Rund 400 Zuhörer aus der gesamten Region lauschten den Stücken, die die Instrumentalisten während einer viertägigen Bläserrüstzeit auf Burg Wernfels bei Gunzenhausen einstudiert hatten.
Nach einer beschwingten Intrade des zeitgenössischen Komponisten Ralf Grössler begrüßten Pater James als Hausherr und Pfarrer Martin Schlenk als Obmann die Gäste. Mit "Intrada A6" von Dieter Wendel ging es rasant und modern im Klang weiter, bei "I Vow to Thee, My Country" erklang eine Melodie, die Gustav Holst 1921 komponierte. Bereits hier konnten sich die Zuhörer schon einen Eindruck vom ausgewogenen und festlichen Klang des gut eingestellten Bläserchores machen. 
Schnell sprang der Funke auf das Publikum über, als Dirigentin Jutta Mayer beim "Peacherine Rag" von Scott Joplin die Zuhörer zum Fingerschnippen animierte. "Und das gerne im richtigen Rhythmus", meinte Müller. 
Dann folgten zwei Stücke, weich und abgerundet im dreistimmigen Frauenchorklang, von den "Quersingern" unter der Leitung von Angelika Hederer. Franziska Zahn begleitete das Ensemble am E-Piano gewohnt souverän. 
Bei den Proben hatte sich spontan eine kleine Truppe formiert, das Ensemble "Mir graut vor nix". Der Name ist Programm, im folgenden Lied kamen nämlich viele schräge Jazztöne vor. Bei der interessant anzuhörenden Version des bekannten Liedes "Danke" meisterte die Gruppe die Tonartwechsel sauber und konzentriert. 
Moderator und Dirigent
Neben Ulrike Kummer führte unter anderem Bezirkschorleiter Heiner Müller in unnachahmlich charmanter Weise durch das Programm. Er moderierte zunächst den klassischen Choral "Nun lasst uns Gott den Herren" von Christoph Emanuel Seitz an, und dann mit vollem Körpereinsatz den Bläserchor leidenschaftlich zu dirigieren. Beim Lied "Komm, Herr, segne uns" sang das Publikum zwei Verse mit. 
Die erst 17 Jahre alte Andrea Riedel dirigierte das "Lobet den Herren, alle die ihn ehren" aus der Feder von Markus Leidenberger. Insgesamt fiel auf, dass die Verantwortlichen sehr viel Wert auf die Ausbildung junger Dirigenten legen. 
Die Quersinger steuerten die Psalmvertonung "Lobe den Herrn meine Seele" bei und rührten die Zuhörer mit der ergreifenden Ballade "Believe". Die Melodie dazu stammt von Chorleiterin Angelika Hederer, der Text von ihrer Tochter Verena. 
Mit klarem und geradlinigem Dirigat überzeugte Matthias Bertelshofer beim "Alles lobe seinen Namen" von Joseph Haydn, das nur der A-Chor der Fortgeschrittenen zu Gehör brachte. Beim "Wie ich Jesu Schäflein bin" von Dieter Wendel zeigten die Tubisten im tonangebenden Tiefchor ihr Können. 
Den aus der Chormusik bekannten achtstimmigen Satz "Weihnachtswiegenlied" von John Rutter dirigierte Karin Müller-Bayer, zum Abschluss des beeindruckenden Bläserkonzerts führte Wolfgang Lang bei der "Echo-Fantasie" von Ulrich Knörr den Stab. 
Zwei Zugaben
Langanhaltender Applaus war das Zeichen für die Akteure, noch eine Zugabe zu geben: Die Filmmelodie "Gabrielas Song" (Dirigat: Heiner Müller) und ein leises Abendlied beschlossen den Konzertabend. Bürgermeister Uli Roth überreichte nach seinem Grußwort im Namen der Gemeinde eine Zuwendung in Höhe von 200 Euro, mit der die Jungbläserausbildung gefördert werden soll. 
Alle Musiker trafen sich im Anschluss in der Mehrzweckhalle zur Brotzeit und ließen bei Gesprächen den Tag und die Bläserrüstzeit ausklingen.

Quelle: Der Neue Tag, 14. Januar 2014

Wasserströme in der Wüste

Ägypten im Mittelpunkt der Weltgebetstagsfeier - Hoffnung soll sich Bahn brechen
Krummennaab. (lek) Mit viel Liebe und Engagement gestalteten die Frauen des ökumenischen Vorbereitungsteams aus katholischen und evangelischen Kirchengemeinden am Rand des Steinwalds den Weltgebetstagsgottesdienst.
Stellt diese Feierstunde doch eine markante Wegmarke in der ökumenischen Zusammenarbeit der beiden Kirchen dar. Ägypten, ein Land im politischen Umbruch, ein Land auf der Suche nach gerechten, demokratischen Strukturen, ein Land mit drängenden sozialen Problemen und religiösen Zerreißproben stellte sich in der von Ägypterinnen verfassten Gebetsordnung vor, zum dritten Mal nach 1959 und 1975. 
Aufbruch und Bewegung
Die Wasserströme in der Wüste als Sinnbild für Aufbruch und Bewegung - so nimmt auch die Gebetsordnung der Ägypterinnen beim Weltgebetstag 2014 mit hinein in ihre brisante Aktualität. Dem örtlichen Team um Karin Schön und Doris Häupl gelang es, Aufbruch und Bewegung, die Hauptanliegen der Ägypterinnen in der gesamten Gebetsordnung, in den Bibeltexten und in den Berichten anschaulich darzustellen. Auch die Krummennaaber Weltgebetstag-Gemeinde spürte die Symbolkraft des Wassers, die sie an der Hand nehmen sollte, um an den Brunnen zu gehen und um zu erfahren, wie lebendiges Wasser der Bibel auch unser Leben verändern kann. 
Die Krummennaaberinnen nahmen die Situation der ägyptischen Weltgebetstag-Frauen in den Blick, das Verhältnis der Christinnen zu Musliminnen, ihre Hoffnung auf Frieden, Brot und Freiheit, Würde und soziale Gerechtigkeit in ihrem faszinierend schönen Land, eine Hoffnung, die sich Bahn brechen soll wie "Wasserströme in der Wüste". So wie sich der Staudamm öffnet, fordern die Ägypterinnen auf, auch uns zu öffnen für Wandlung, und das Wasser der Vergebung kann fließen. Die evangelische Landjugend ließ die Gemeinde im Rollenspiel eintauchen in die Geschichte der samaritanischen Frau am Brunnen: "Wir können mit Jesus selbst in Berührung kommen. Im Wort will uns Jesus Quelle sein und uns das lebendige Wasser geben." 
Verschiedene Teilnehmerinnen des Teams stellten die Lebenswirklichkeit der Ägypterinnen vor, ihre Sehnsüchte und deren Erfüllung beim Schöpfen des Wassers des Lebens am symbolischen Brunnen. Und immer wieder werden auch die Stimmen den Ägypterinnen aus der Gebetsordnung laut: Eine ägyptische Frau erzählt, wie Gottes Wort fruchtbar gemacht wird, dort auf dem Tacchirplatz, dort erfahren sie die Revolution als Wandel und Bewegung. Sie fühlt sich beteiligt an der Weitergabe von Lebendigkeit in ihren Gemeinschaften. Das Wort, das uns alle bewegt, das Leben zu meistern und die Zeichen der Zeit zu erkennen und sie zu deuten. 
Die Lieder der Gebetsordnung vertieften einmal mehr den Zusammenhang biblischer Botschaft mit der Lebenswirklichkeit der ägyptischen Verfasserinnen. Eine Gruppe von Frauen und Mädchen aus dem Team lenkte mit ihrem Brunnentanz den Blick auf die Tanzkultur Ägyptens. Fast alle Teilnehmer des Gottesdienstes zogen anschließend ins Gemeindehaus, wo auf festlich geschmückten Tischen Kostproben aus der ägyptischen Küche warteten, zubereitet von den Mitarbeiterinnen des Teams. Es gab ferner nordafrikanischen Tee, weitere Informationen zu Land und Leuten Ägyptens und nicht zuletzt einen gut bestückten Stand mit Produkten aus der "Einen Welt". 
Leben verbessern
Mit ihrer üppigen Kollekte machte die Gemeinde bewusst, dass der Gebetstag dazu beiträgt, das Leben von Frauen und Mädchen weltweit zu verbessern. Zudem zeigte die Sammlung auch: So wie wir miteinander beten, teilen wir auch unsere materiellen Güter miteinander. 
Quelle: Der Neue Tag, 10. März 2014